Eine solche Absichtserklärung beschlossen die Verwaltungsräte beider Ersatzkassen jeweils einstimmig und gleichzeitig in getrennten Sitzungen in Düsseldorf und Köln am 02. Juli 2009.
In wochenlangen Beratungen zwischen den Vorständen unter Beteiligung der Verwaltungsratsvorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden hatte der Hauptausschuss des Verwaltungsrates eine mit beiden Kassen abgestimmte „Erklärung über die Absicht einer Vereinigung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse und der Hamburg Münchener Krankenkasse“ beraten und einstimmig dem Verwaltungsrat zur Beschlussfassung empfohlen.
Der Vorstand erläuterte sowohl im Hauptausschuss als auch im Verwaltungsrat zum Hintergrund der geplanten Fusion mit der HMK, dass mit dieser Krankenkasse bereits eine lange und erprobte Kooperation erfolge, die sich in vielfältigen gemeinsamen Auftritten und Infrastrukturentscheidungen bewährt habe. Man müsse allerdings sehen, dass Kooperationen Hürden beinhalteten, die in dieser Form nicht lösbar seien. Hierbei gehe es bspw. um hoheitliche Tätigkeiten oder auch um die IT und deren Kompatibilität. Ein weiterer Aspekt, den es zu berücksichtigen gebe, sei, dass Fusionen nicht mehr alleine ihren Grund in der Wirtschaftlichkeit und der Überlebensfähigkeit der Krankenkassen hätten, sondern zunehmend hier auch die Aufgaben eine Rolle spielten, die der Gesetzgeber den Einzelkassen habe zukommen lassen. Hierbei gehe es u. a. um das Vertragshandeln, z. B. die Ausschreibungen zu den Rabattverträgen für Arzneimittel, die Ausschreibungskriterien, die es hierbei zu beachten gebe, etc. Dies könnten Krankenkassen bis zu einer gewissen Größe nicht mehr leisten. Hier liege der wahre Grund für Fusionen. Es müssten arbeitsfähige Organisationen geschaffen werden, die den zentralen Mitbewerbern, und hierbei handele es sich in erster Linie um die AOKn, standhalten könnten. Hier liege die zentrale Herausforderung im System. Denn mit angestrebten bzw. tatsächlichen 50 v. H. Marktanteil in einigen Bundesländern seien die AOKn strategiefähig, sie dominierten die Zuweisungen im Morbi-RSA sowie die Ausschreibungen in den vertraglich zu regelnden Bereichen, weil auch hier ein Marktanteil von 50 v. H. die Preissignale im Markt setzten. Dies sei derzeit bereits zu beobachten bei den Rabattverträgen. An diesem Wettbewerber werde sich daher das System insgesamt orientieren müssen. Von daher seien die derzeitigen Fusionen als Neuorganisation des Systems zu bewerten.Die neue Krankenkasse mit dem Namen DAK gehöre mit ihren 6,3 Millionen Versicherten dann zu den drei größten Krankenkassen Deutschlands.
Der Vorsitzende unserer Fraktion, Theo Neuendorf, betonte die Besonderheit des Beschlusses zur Absicht der Fusion mit der HMK. Für seine Fraktion begrüßte er ausdrücklich die Fusion und dankt dem Vorstand für die Art und Weise, wie er die Absicht hierzu vorbereitet und nunmehr auch innerhalb der DAK positioniert habe. Es sei klar, dass die hauptsächliche Arbeit jetzt erst beginne, aber der Rahmen sei gesetzt und hierfür beglückwünsche er den Vorstand. Insbesondere dass mit dem Fusionspartner HMK eine Kasse gefunden worden sei, die der DAK eine reine Versichertenselbstverwaltung erhalte.
Derzeit laufen bei beiden Kassen sowohl in den Fachabteilungen als auch in den Selbstverwaltungsbüros die Detailarbeiten. Außerdem werden die Zeitpläne so erstellt, dass die beiden Verwaltungsräte in ihren Sitzungen am 16.12.2009 in Berlin die endgültigen Beschlüsse fassen können.
Der Vorstand der DAK Mitgliedergemeinschaft hat sich einstimmig für die Fusion der beiden Kassen ausgesprochen.
Wir freuen uns, einen so guten Partner gefunden zu haben, um unserer DAK mit ihren Versicherten eine noch bessere Zukunft zu bieten.
Gleiches gilt natürlich auch für unsere DAK Mitgliedergemeinschaft e. V.
Weil es nach jetzigem Planungsstand ab 01. Januar 2010 keine Hamburg Münchener Krankenkasse mehr gibt, hat auch die HaMü-Gemeinschaft e.V. keine sozialpolitische Heimat mehr.
Der Vorstand der HaMü-Gemeinschaft e.V. strebt deshalb eine Verschmelzung mit der DAK Mitgliedergemeinschaft e. V. möglichst ebenfalls zum 01. Januar 2010 an. Auch hier werden zurzeit die rechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten geprüft.
Nachdem der Vorstand unserer Gemeinschaft bereits am 01.07.09 eine einstimmige Empfehlung zur Verschmelzung der beiden Vereine gegeben hat, muss nunmehr eine Mitgliederversammlung dem Vorstand als Fusionsausschuss den Auftrag zur Abklärung der Detailfragen mit dem Vorstand der HaMü-Gemeinschaft e. V. erteilen.
Dies soll am 23. September 2009 geschehen.
Der Vorstand der DAK Mitgliedergemeinschaft ist davon überzeugt, dass wir alle gestärkt aus dieser Verschmelzung hervorgehen und auch bei den Sozialversicherungswahlen 2011 dadurch bessere Erfolgsaussichten haben.
Zur Übersicht DAK Krankenkasse | Aktuelles
Hier geht es zum DAK Mitgliedergemeinschaft Sozialwahl-Special:
Sozialwahl 2011