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Eis und Schnee nerven jeden zweiten Deutschen

Frust durch Frost: Jeder zweite Deutsche ist inzwischen genervt von Schnee, Eis und Kälte. Besonders die Menschen im Norden klagen über Depressionen und Stürze als Folge des langen Winters. Das zeigt eine aktuelle DAK-Umfrage, die bundesweit vom Forsa-Institut* durchgeführt wurde. Die Stimmung im Süden ist dagegen deutlich besser.

„Wir erleben seit Wochen hautnah, wie das Wetter die Psyche und Gesundheit der Menschen prägt“, erklärt Frank Meiners, Diplom-Psychologe der DAK, die Ergebnisse. „Interessant sind die regionalen Unterschiede. Im Norden gibt es solche Extremsituationen nur relativ selten, so dass hier der Winter als stärkere Belastung empfunden wird. Außerdem gab es hier mehr Gesundheitsbeschwerden.“

Jüngere Menschen und Frauen leiden mehr

In Norddeutschland gaben 53 Prozent der Befragten an, dass ihnen das Wetter „auf die Nerven“ geht. Fast jeder Fünfte erklärte, dass ihn der anhaltende Winter „richtig depressiv macht“. In Süddeutschland konnte dagegen die Mehrzahl der Menschen den Winter genießen. In Baden-Württemberg waren zum Beispiel nur 37 Prozent genervt – neun Prozent weniger als bundesweit. Insgesamt klagten die jüngeren Menschen mit 59 Prozent deutlich stärker über das Wetter als die ältere Generation mit 42 Prozent. Frauen waren mit 50 Prozent stärker genervt als Männer (42 Prozent).

Im Norden doppelt so viele Knochenbrüche

Über 40 Prozent der Deutschen hatte in den vergangenen Monaten winterbedingte Gesundheitsbeschwerden. Während 22 Prozent eine starke Erkältung erwischte, hatte jeder zehnte Rückenschmerzen. Fünf Prozent der Deutschen hatte einen Sturz mit Prellungen oder Knochenbrüchen. Im Norden lag die Zahl der Betroffenen mit zehn Prozent doppelt so hoch. Die wenigsten Verletzungen gab es mit drei bzw. zwei Prozent in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

* DAK-Umfrage, 15. bis 16. Februar 2010, 1.002 Befragte durch Forsa

 


Nach ihren Empfindungen in Bezug auf den diesjährigen Winter gefragt, meinen 46 Prozent der Befragten, dass ihnen das Wetter auf die Nerven geht. Genervt vom Winterwetter fühlen sich vor allem die Jüngeren. 43 Prozent sagen, sie würden den Winter genießen. 22 Prozent ist das Wetter egal. 15 Prozent – tendenziell eher die formal niedriger Gebildeten – geben an, der lang anhaltende Winter mache sie depressiv. 14 Prozent wiederum meinen im Gegenteil, der Winter gebe ihnen Kraft und Energie.

Empfindungen in Bezug auf den diesjährigen Winter *)
Es stimmen folgenden Aussagen zu


Das Wetter geht mir auf die Nerven.
%

Ich genieße den Winter
%

Mir ist das Wetter egal.
%

Der lang anhaltende Winter macht mich richtig depressiv.
%

Der Winter gibt mir Kraft und Energie.
%

insgesamt
46
43
22
15
14
Männer
42
44
25
13
16
Frauen
50
42
19
17
12
West
45
45
22
15
15
Ost
49
34
20
17
11
Bayern
42
46
23
16
14
BW
37
48
27
13
10
Südwest
44
47
26
15
13
Nord
53
42
20
19
14
NRW
46
44
18
13
21
14 -bis 29- Jährige
59
30
24
18
9
30- bis 44- Jährige
41
50
23
16
16
45- bis 59- Jährige
44
44
21
15
15
60 Jahre oder älter
42
46
19
13
16
Hauptschule
51
39
22
22
12
Mittlerer Abschluss
49
41
19
15
12
Abitur, Studium
37
50
23
11
18
*) Prozentsumme gößer 100, da Mehrfachnennungen möglich


58 Prozent der Befragten hatten in den zurückliegenden Wintermonaten keine Gesundheitsbeschwerden.
22 Prozent hatten eine starke Erkältung, 10 Prozent Rückenbeschwerden, 6 Prozent einen Magen-Darm-Virus, 5 Prozent hatten einen Sturz mit Prellungen oder einem Knochenbruch.
9 Prozent hatten eine andere winterbedingte Erkrankung.


Gesundheitsbeschwerden *)
Es hatten in den zurückliegenden Wintermonaten Gesundheitsbeschwerden


nein
%

ja starke Erkältung
%

Rückenbeschwerden
%

Magen-Darm-Virus
%

Sturz
%

andere Erkrankungen %
insgesamt
56
22
10
6
5
9
Männer
61
18
9
5
6
8
Frauen
55
25
12
6
4
11
West
58
22
11
5
5
9
Ost
57
20
8
7
5
12
Bayern
59
20
9
6
3
9
BW
63
25
14
9
6
5
Südwest
58
21
15
6
4
11
Nord
55
23
9
3
10
9
NRW
56
22
10
4
2
10
14 -bis 29- Jährige
47
29
8
5
6
14
30- bis 44- Jährige
58
27
8
8
4
11
45- bis 59- Jährige
62
19
11
6
7
7
60 Jahre oder älter
61
16
14
4
4
7
Hauptschule
51
20
21
5
7
8
Mittlerer Abschluss
61
22
8
4
6
7
Abitur, Studium
61
20
7
6
3
11
*) Prozentsumme gößer 100, da Mehrfachnennungen möglich
 

 







 



    


    


 
 
 

 

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