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DAK Mitgliedergemeinschaft

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Inhalt:

Das Programm der DAK Mitgliedergemeinschaft

Leistung und Vertrauen

Gesundheitspolitik in Solidarität und Selbstverwaltung

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Die DAK Mitgliedergemeinschaft e. V.

Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse – DAK – ist eine der großen gesetzlichen Kranken-kassen in Deutschland.

Mit nahezu 5 Millionen Mitgliedern und rund 6,0 Millionen Versicherten betreut sie fast 10 % aller gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland.

In Deutschland sind Krankenkassen selbst verwaltet, d. h. gewählte Vertreterinnen und Vertreter bilden einen Verwaltungsrat, der über wichtige Fragen der Krankenkasse entscheidet.

In den Selbstverwaltungsorganen der DAK – das ist der Verwaltungsrat – finden sich ausschließlich Versicherte der DAK, die diese Arbeit ehrenamtlich ausführen. Im Gegensatz dazu sind die Selbstverwaltungsorgane der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) paritätisch mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern besetzt.

Die älteste Interessenvertretung der DAK-Versicherten ist die

DAK Mitgliedergemeinschaft e. V. Gewerkschaftsunabhängig. Gegründet 1955. Versicherte und Rentner in der Kranken- und Rentenversicherung.

Sie ist eine freie Initiative unabhängiger Bürgerinnen und Bürger, die sich engagiert für die Belange der Mitglieder der Angestellten-Krankenkassen und der Rentenversicherung einsetzt.

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Wofür wir stehen

Die DAK Mitgliedergemeinschaft verfolgt die Wahrnehmung sozialpolitischer Interessen mit dem Ziel einer gerechten und ausgeglichenen Gestaltung des Systems der sozialen Sicherung.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft ist parteipolitisch neutral und gewerkschaftsunabhängig. Sie beteiligt sich an den Wahlen zur Selbstverwaltung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse und der Deutschen Rentenversicherung.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft gibt insbesondere den nicht gewerkschaftlich organisierten Sozialversicherten die Möglichkeit, in der Selbstverwaltung der genannten Sozialversicherungs-träger mitzuwirken und mitzubestimmen.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft sieht die Selbstverwaltung innerhalb der Sozialversicherung als eine unverzichtbare Ausdrucksform unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung an. Ihre Arbeit im Interesse der Sozialversicherten / Rentner und der sozialpolitischen Gesamtverpflichtung ist ehrenamtlich.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft informiert und berät ihre Mitglieder über Fragen der Sozial-politik und Möglichkeiten einer Mitarbeit und Gestaltung.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft nimmt zu Fragen der Sozialpolitik Stellung, trägt ihre Auf-fassung den gesetzgebenden Körperschaften vor, vertritt den Standpunkt ihrer Mitglieder in der Öffentlichkeit und trägt somit zur sozialpolitischen Willensbildung und Gestaltung bei.
Die DAK Mitgliedergemeinschaft ist eine Vereinigung der gesetzlich festgelegten Selbstver-waltung (§ 48 Abs. 1 SGB IV), die laut Bundesverfassungsgericht vom 24.02.1971 ihre Tätigkeit in der Sozialpolitik nachgewiesen hat. Sie hat sich das Vertrauen von vielen Sozialversicherten und Rentnern erworben und wird es ständig pflegen.

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Über 50 Jahre selbst gestalten - selbst verwalten

Im März 1955 erfolgte in Freudenstadt die Gründung unserer Vereinigung unter dem Namen "Gemeinschaft von Mitgliedern der DAK e. V.". Die Gründer der DAK Mitgliedergemeinschaft, eine Gruppe von langjährigen DAK-Versicherten, waren schon vorher regional in den seinerzeit bestehenden Beratungsausschüssen tätig. Bereits vor Inkrafttreten des Selbstverwaltungsgesetzes im Jahre 1953 gehörten einige von ihnen dem vorläufigen DAK-Vorstand an.

In dieser Zeit hatten sie erkannt, dass auch die nicht gewerkschaftlich organisierten Angestellten - damals über 80 % - einer unabhängigen Vertretung in den sozialpolitischen Gremien der DAK bedürfen. Die DAK-Mitglieder, die sich in dieser neuen Gemeinschaft zusammenfanden, waren kaufmännische und technische Angestellte, Selbstständige und Rentner aus allen Zweigen von Wirtschaft, Handel und Verwaltung.

Die Gründungsmitglieder aus vielen Teilen der Bundesrepublik verband die langjährige Mitgliedschaft in der DAK und der gemeinsame Wille, ihre Krankenkasse in den Selbstverwaltungsorganen erfolgreich mitzugestalten.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft betonte schon in ihrem Gründungsjahr ihre politische, weltanschauliche und konfessionelle Neutralität. Ihre Ziele waren und sind davon bestimmt, den nicht gewerkschaftlich organisierten Versicherten − und das ist auch heute noch der überwiegende Teil − eine Mitsprache- und Handlungsmöglichkeit in der Selbstverwaltung zu sichern, frei von jedem gewerkschaftlichen Einfluss.

Bei den letzten Sozialwahlen 2005 gaben 38,08 % der Wählerinnen und Wähler unserer DAK Mitgliedergemeinschaft ihre Stimme und somit ihr Vertrauen. Die DAK Mitgliederge-meinschaft ist die starke Gruppierung im Parlament der DAK.

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Leistung und Vertrauen

Gesundheitspolitik in Solidarität und Selbstverwaltung

Die DAK Mitgliedergemeinschaft gehört, als gewerkschaftlich unabhängige Arbeitnehmerver-einigung mit sozialpolitischer Zielsetzung, zu den gesellschaftlichen Kräften, die den freiheitlichen Rechtsstaat mittragen. Im gegenseitigen Wechselspiel fördert sie zugleich die Freiheit der Entfaltungsmöglichkeit der einzelnen Staatsbürgerin und des einzelnen Staats-bürgers. Die DAK Mitgliedergemeinschaft garantiert dies allen Versicherten und Rentnern.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft sieht die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung als eine unverzichtbare Ausdrucksform unserer demokratischen Grundordnung an und fordert deren weiteren kontinuierlichen Ausbau. Sie engagiert sich für die Weiterentwicklung des Sozialstaates und nimmt dabei einen gewich-tigen Teil der konkreten Umsetzung selbst aktiv in die Hände. Im Interesse der Versicherten und Rentner trägt sie ehrenamtlich Verantwortung.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft steht im direkten Kontakt zu Versicherten und Rentnern und kann so deren Belange sachgerecht, lebensnah und erfolgreich einbringen. Sie steht nicht in Interessenkollisionen, wie z. B. die Gewerk-schaften, die sich bei den Sozialversicherungswahlen gleichzeitig bei mehre-ren Ersatzkassen und Krankenkassen anderer Kassenarten (z. B. AOK, BKK und IKK) zur Wahl stellen.

Die DAK Mitgliedergemeinschaft ist für direkte Wahlen und gegen so genannte "Friedenswahlen", bei denen die beteiligten Organisationen ihre anteiligen Sitze in der Selbstverwaltung unter sich aushandeln.

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Gesundes Leben - Eigenverantwortung

Aktives und bewusstes Gesundheitsverhalten

  • Vorsorgen ist besser als heilen. Deshalb müssen gesundheitliche Aufklärung, Gesundheitsberatung und die Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens im Vordergrund stehen.
  • Eigenverantwortung und Selbsthilfe der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Krankenkassen und die anderen Sozialversicherungsträger haben hier eine besondere Verantwortung.
  • Gesundheitliche Aktivitäten und die Inanspruchnahme von Leistungen im Krankheitsfalle liegen grundsätzlich in der freien Entscheidung der einzelnen Bürgerin und des einzelnen Bürgers. Daran darf nicht gerüttelt werden.
  • Gesundheit ist kein selbstverständliches Gut. Der freie Zugang zu einer qualitativ hoch stehenden Gesundheitsversorgung sichert vielmehr Chancengleichheit im Hinblick auf die Wiedererlangung von Gesundheit und der seelischen Ausgeglichenheit. Krankheit kann vielfach geheilt oder gebessert werden. Die Mitwirkung des Einzelnen bei Prävention und Therapie ist von großer Bedeutung für seine Gesundheit. Diese Mitwirkungsbereitschaft muss mit gefördert werden.
  • Zentrale Aufgabe von Prävention und Prophylaxe ist die Aufklärung und Information über Suchtkrankheiten (z. B. Alkohol, Drogen, Nikotin, Arzneimittel, Spielsucht). Mit allen auf diesem Sektor tätigen Organisationen soll eng zusammengearbeitet werden.
  • Die Zahnprophylaxe, vor allem bei Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen, ist weiter auszubauen.
  • Das Sozialleistungssystem ist so zu gestalten, dass es zu größerer Selbstständigkeit, mehr Freiheit und mehr Verantwortungsbewusstsein im persönlichen Bereich führt und gewerkschaftsunabhängiges Engagement fördert.

Eine eigenständige Selbstverwaltung, ausgestattet mit sinnvoller Satzungsautonomie, bietet der engagierten Bürgerin und dem engagierten Bürger die Möglichkeit, ihre Vorstellungen in die sozialpolitische Diskussion mit einzubringen.

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Im Krankheitsfalle – Sicherheit und Vertrauen

Menschliche und umfassende medizinische Hilfe

  • Die freie Arztwahl im Krankheitsfalle bleibt die Grundlage einer vertrauensvollen Arzt/Patienten-Beziehung. Sie muss auch weiterhin gewährleistet sein und ausgebaut werden.
  • Qualifizierte Gesundheitsnetzwerke sind zu fördern, wenn sie eine Verbesserung der Qualität medizinischer Leistungen und individuelle Betreuung für den einzelnen Patienten und für die einzelne Patientin bedeuten.
  • Die Humanmedizin muss, bei allem technischen Fortschritt, der menschlichen Zuwendung mehr Aufmerksamkeit schenken. Entsprechende Anreize sind über die Gebührenordnung zu steuern.
  • Der Informationsaustausch zwischen den Leistungserbringern und Krankenkassen sollte so verbessert werden, dass unnötige Mehrfachleistungen vermieden werden.
  • Der medizinische Fortschritt muss allen Patientinnen und Patienten zu Gute kommen.
  • Vorsorge und Rehabilitation sind wichtige Maßnahmen zur Erhaltung und Stabilisierung der Gesundheit sowie der Erwerbsfähigkeit.
  • Für die Erhaltung, Besserung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit der Versicherten sind alle medizinisch angezeigten Maßnahmen auszuschöpfen.

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Unsere Kasse - die DAK

Eine leistungsfähige und unbürokratische Solidargemeinschaft

  • Eine versichertengerechte Betreuung durch die DAK ist die Grundlage für eine positive Entwicklung unserer Kasse.
  • Qualifizierte und hochmotivierte Fachkräfte garantieren eine lebensnahe und persön-liche Betreuung. Sie setzen sich für die Belange der Versicherten ein und begleiten sie im Gesundheitssystem.
  • Eine größere Entscheidungsbefugnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort erhöht die Möglichkeit, der individuellen Lage des einzelnen Versicherten bzw. der einzelnen Versicherten besser gerecht zu werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen Freiräume und Möglichkeiten zum Vorteil der Versicherten.
  • Die persönliche Betreuung der Mitglieder und die Gewinnung neuer Mitglieder sowie die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Schwerpunkte im Tätigkeitsfeld der Leiterinnen und Leiter der Organisationseinheiten der DAK.
  • Verwaltung und Dienstleistung der DAK sind durch Ausbau und Weiterentwicklung moderner Informationssysteme ständig zu verbessern. Dabei kommt dem Schutz personenbezogener Daten der Versicherten eine große Bedeutung zu.
  • Durch Stärkung der Finanzhoheit und der Satzungsautonomie können bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben die Interessen der Versicherten gegenüber politischen Zielen stärker berücksichtigt werden. Die Selbstverwaltung der DAK muss deshalb auch weiterhin Gestaltungsfreiheit haben.
  • Junge Menschen müssen für die Mitgliedschaft in der DAK interessiert werden, um die Versichertengemeinschaft durch einen sich ständig erneuernden Generationsvertrag lebendig zu erhalten.
  • Alle Versicherten der Krankenkasse haben Anspruch auf Gesundheitsleistungen, die qualitätsgerecht, wirksam und wirtschaftlich sind. Eine Ausgrenzung von so genannten Risiken darf nicht stattfinden, denn das wäre ein Aushöhlen des Solidargedankens.

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Stabile Renten - ruhiges Alter

Solide Rentenfinanzierung auf lange Sicht

  • Die gesetzliche Rentenversicherung ist mit einer langfristigen Konzeption auszustatten, die die Interessen der Versicherten, der Rentner und Rentnerinnen und der nachfolgenden Generationen unter den gewandelten Bedingungen der Volkswirtschaft berücksichtigt.
  • Die Rentnerinnen und Rentner müssen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung teil-haben. So ist die Sicherung einer dynamischen Rente als vorrangige Aufgabe zu sehen.

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Gesundheit, Staat und Politik

Kostengünstige Gesundheitspolitik in Deutschland

  • Der soziale Rechtsstaat hat den Menschen und den wertbezogenen Ordnungen ihres Zusammenlebens zu dienen und deren Eigenverantwortung in einer gesicherten Freiheit zu fördern und zu stärken.
  • Durch eine sinnvoll gesteuerte Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage zu sichern, und zwar im Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Ökologie.
  • Der Risikostrukturausgleich muss gleiche Chancen im Wettbewerb zwischen den Krankenkassen gewährleisten. Er muss zielgerichtet Risikoselektion und Risikoentmischung in der solidarischen Krankenversicherung entgegen wirken.
  • Die Krankenversicherung ist eine Solidargemeinschaft. Sie darf nicht je nach Kassenlage zu staatlichen Verteilungs- bzw. Umverteilungszwecken missbraucht oder zerschlagen werden.
  • Entwicklung, Ausbau und Verwaltung der gesetzlichen Krankenversicherung sind gemäß demokratischen Grundsätzen weitgehend den Versicherten und ihrer gewählten Selbst-verwaltung zu überlassen und nicht nur vom Gesetzgeber zu steuern.
  • Die Leistungs- und Vertragsgestaltung hat sich an den berechtigten Bedürfnissen der Versicherten und Patienten auszurichten. Eine zentrale Herausforderung für die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens liegt in der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Qualitätssteigerung in der medizinischen Versorgung. Auf Grund der unbestreitbaren Wirtschaftlichkeitsreserven lautet die Devise daher "Rationalisierung statt Rationierung".
  • Alles öffentliche Handeln muss darauf abzielen, Eigeninitiative und Selbsthilfe zur Verbesserung der medizinischen und sozialen Versorgung zu unterstützen.
  • Im Rahmen des Sachleistungsprinzips garantiert die soziale Krankenversicherung Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung.
  • Die solidarische Krankenversicherung muss erhalten und weiterhin ausgebaut werden. Nur sie wird den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht und sichert die individuelle Betreuung der Versicherten.
  • Die finanzielle Autonomie jeder einzelnen Kasse muss erhalten bleiben, wie auch ein funktionaler Wettbewerb gestärkt werden muss. Dem Wettbewerb auf Seiten der Krankenkassen muss ein entsprechender Wettbewerb auf Seiten der Leistungserbringer gegenüberstehen. Um Wettbewerbsfelder zu eröffnen und gleichzeitig die Solidarfunktionen der gesetzlichen Krankenversicherung zu sichern, bedarf es der Weiterentwicklung der solidarischen Wettbewerbsordnung.
  • Tendenzen hin zu einer Verstaatlichung und Zentralisierung des Gesundheitswesens werden abgelehnt. Vielfalt führt für die Versicherten und Patienten zu besseren Lösungen.

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